
| Syrian Casette Archives | |
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| Biografie | Syrian Cassette Archives ist eine unabhängige Forschungs- und Archivierungsinitiative, die sich der Bewahrung und Verbreitung von Klängen und Geschichten aus Syriens reichhaltiger Kassettenära der 1970er bis 2010er Jahre widmet. Das Projekt wurde 2018 von den Forschern und Produzenten Mark Gergis und Yamen Mekdad ins Leben gerufen. Es untersucht die Kassettenkultur als akustisches und soziales Phänomen, wobei der Schwerpunkt auf Musik liegt, die jenseits offizieller Institutionen, staatlicher Medien und formaler Archive im Umlauf war. Die wachsende Sammlung spiegelt die Vielfalt der syrischen Musiklandschaft wider und umfasst Aufnahmen aus syrisch-arabischen, assyrischen, kurdischen und armenischen Gemeinschaften sowie Veröffentlichungen aus Irak, Libanon und weiteren Regionen, die damals in Syrien auf Kassette erhältlich waren. Sie umfasst Studioalben, Mitschnitte von Live-Konzerten und Hochzeiten, Material aus religiösen Kontexten und regionale Folk-Pop-Traditionen. Das Archiv entstanden auf Basis früher Privatsammlungen und Feldforschungen in Syrien, wurde das Archiv durch Beiträge von Partner:innen und Gemeinschaften kontinuierlich erweitert. Neben der Digitalisierungsarbeit publiziert Syrian Cassette Archives Interviews mit Musiker:innen und Produzent:innen aus der Kassettenära, kuratierte Playlists, Features und Essays, in denen untersucht wird, wie das Ökosystem der Kassettenära mit seinen Läden und Distributionskanälen funktioniert hat. Die Konservierung und Aufarbeitung des Archivs werden fortlaufend und dezentral fortgeführt und in Zusammenarbeit mit Forscher:innen und Partner:innen in Syrien und in der Diaspora weiterentwickelt. |
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