LATE NIGHT / ANNE GILLOT

Anne Gillot LYGF 2024 ambiance c Florian Luthi web 38
LATE NIGHT / ANNE GILLOT
Zeit Samstag 28. Februar 2026
22:00 – 22:45
Venue Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20
CH-8004 Zürich
Genre Konzert
Teilnehmende
  1. Anne Gillot
Programm

ON STAGE

Anne Gillot – Paetzold-Flöte/Elektronik
Benoît Moreau – Ko-Komposition/Elektronik


PROGRAMME

Anne Gillot & Benoît Moreau: «Wild Broadcasting: Squared Winds» (2017–2026)
Uraufführung

Beschreibung

Die beiden Ausgaben der Late Night stellen zwei besondere Künstlerinnen in den Mittelpunkt: Die Late Night am Samstag gehört der Musikerin und Radiojournalistin Anne Gillot. Sie ist eine der wenigen Künstler:innen, die sowohl das Bassinstrument Paetzold-Flöte als auch die Bassklarinette beherrschen. Für SONIC MATTER hat sie eine neue Arbeit entwickelt, die das Publikum durch ein fluides Zusammenspiel von Medien und Komposition, Improvisation und Radiokunst führt.


ÜBER ANNE GILLOTS UND BENOÎT MOREAUS «WILD BROADCASTING: SQUARE WINDS»
für Paetzold-Kontrabassflöte und Elektronik

Seit 2017 entwickelt die Musikerin und Journalistin Anne Gillot eine konzertante Form, die zwei ihrer liebsten Dinge vereint: Blasinstrumente und Radio. In diesem Konzertformat erforscht sie die Beziehung zwischen dem Atem, der beim Spielen ihrer Instrumente zum Einsatz kommt, und der Sprechstimme.
Anne Gillots Leidenschaft gilt der Arbeit fürs Radio und der Erfahrungswelt, die es bietet. In der experimentellen Form des «Radiospiels» sieht sie ein Gärungsfeld, auf dem eine vokal-instrumentale Sprache gedeihen kann, auf dem Beziehungsstrategien, Instrumentalpraktiken, Stimmerkundungen und digitale Manipulationen miteinander verschmelzen. Anne Gillots Performance hinterfragt die mündliche Kommunikation und die Unwägbarkeiten von Übersetzungsprozessen und des Hörens als kulturellem Objekt an der Grenze zwischen Klanganthropologie und zeitgenössischer Musik.
Während eines Aufenthalts am GMEM in Marseille nahm eine erste Version von «Wild Broadcasting» Gestalt an. Dort arbeitete Gillot mit dem Klangkünstler Alessandro Bosetti zusammen, der auf die Musikalität von Sprache spezialisiert ist. Seither wird «Wild Broadcasting» ständig weiterentwickelt.
Inspiriert von den Schriften des amerikanischen Klangkünstlers Gregory Whitehead geht das Projekt davon aus, dass die Klänge, die durch unsere Ohren in unseren Körper gelangen, Räume in unserem Inneren schaffen. Anne Gillot führt uns an den Rand dieser Räume, zu einer Begegnung mit unserem eigenen Hören und mit verschiedenen Figuren, die aus Holz, Federn und Stimmbändern bestehen. Wie Gespenster, auf Schizophonie reduzierte Seelen, die nur in der Fantasie der Zuhörenden existieren.
Der zweite Teil von «Wild Broadcasting», «Squared Winds» hat als Hauptdarstellerin die Paetzold-Kontrabassflöte, ein Instrument aus der Familie der Blockflöten, das Ende der 1960er-Jahre vom gleichnamigen deutschen Flötenbauer entwickelt wurde. Die Besonderheiten dieser Flöte bestehen in ihrer Grösse und ihrer quadratischen Form. Sie ähnelt einer Orgelpfeifen und ermöglicht ein sehr tiefes melodisches und perkussives Spiel, extrem weiche und warme Töne sowie die sprödesten Anschläge.
Kern dieses zweiten Kapitels des Radiospiels «Wild Broadcasting» ist eine neue musikalische Kreation, die zwischen Improvisationen, aufgenommenen Klängen und Stimme changiert. Sie spricht zum Publikum wie eine Radiosendung, entwickelt eine ganz eigene Klangumgebung und lässt eine Art Hörspiel entstehen, das Sprache und Klange in den Mittelpunkt stellt und die Hörenden in den Kopf der Interpretin bzw. der Radiomoderatorin versetzt.


TICKETS

15 / 20 / 10 – Legi 5 CH

TAGESPASS

65 / 80 / 50 - Legi 25 CHF


INFO & BARRIEREFREIHEIT

Rollstuhlgängig

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Photo Credit Florian Luthi
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